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Historischer Ueberblick
Hier, moechte ich einen historischen Ueberblick ueber Wirken und Wesen unserer Gemeinde seit ihrer Gruendung vor 30 Jahren geben.Die ersten Aktivitaeten zur Gruendung der Griechischen Gemeinde in Neu-Isenburg fanden in den schwierigen Jahren der Militaerdiktatur von 1972-1973 statt. Aus Angst vor Repressalien seitens der Diktatur haben unbemerkt von der breiten Oeffentlichkeit und ohne viel Aufhebens einige der damals in Neu-Isenburg lebenden Griechen die ersten (Schritte) unternommen um eine vom deutschen Staat anerkannte Griechische Gemeinde zu gruenden.Nach dem Niedergang der (Junta) und der Wiederherstellung der Demokratie in Griechenland, konnte auch Dank der Unterstuetzung der kommunalen Behoerden in Neu-Isenburg, insbesondere der Hilfe des Sozialarbeiters Herrn (Lewin), am 10. August 1974 in der Frankfurter Strasse 55 (Altes Rathaus) die konstituierende Gruendungsversammlung der Griechischen Gemeinde stattfinden.In dieser konstituierenden Versammlung haben 23 von 28 eingetragenen Mitgliedern teilgenommen und dabei den ersten Vorstand gewaehlt.Seitdem bis zur heutigen Zeit haben sich viele weitere Mitglieder fuer die Gemeinde engagiert. Jeder von ihnen hat im Rahmen seiner Moeglichkeiten seinen Anteil zum Wohlergehen der Gemeinde und darueber hinaus gegeben.Die ersten Griechen kamen eher vereinzelt gegen Ende der Fuenfziger und zu Beginn der Sechziger Jahre, erst spaeter setzte eine massivere Einwanderung ein. Die weitaus meisten unter ihnen kamen aus Makedonien, Thrakien, Epirus und Thessalien, also den eher landwirtschaftlich gepraegten und aermeren Regionen Griechenlands. Sie alle hatten ein gemeinsames Ziel und einen gemeinsamen Traum: Eine bessere Zukunft!Sie kamen hierher um innerhalb eines recht kurzen und ueberschaubaren Zeitraums etwas Geld zu sparen und alsbald wieder in ihre Heimat zurueck zu kehren.Die kleinen und grossen Probleme waren dabei fast durchweg die gleichen, naemlich das Erlernen der Sprache, die Eingliederung in die berufliche und soziale Umwelt sowie die Unterkunft.Diese Probleme mussten so schnell wie moeglich geloest werden. Die Angst vor der Isolation im Ausland, die grosse Entfernung zur Heimat haben gleichzeitig andere Gefahren heraufbeschworen, naemlich den Erhalt der griechischen Sprache, der griechischen Ethik und der Lebensgewohnheiten.Alle diese Aspekte haben bei den griechischen Einwanderern zu den Ueberlegungen gefuehrt, ein gemeinsames griechisches Haus zu gruenden, in dem sie ein Stueck ihrer Heimat haetten verpflanzen koennen. So kam es zur Gruendung der ersten griechischen (Gemeinschaften) und Gemeinden.Nach ihrer Gruendung hat die Griechische Gemeinde ihre Heimat in der Frankfurter Strasse 55 gefunden. Jeder von uns hat damals irgendetwas aus seinem eigenen Zuhause mitgebracht, um das erste Griechische Haus Neu-Isenburgs moeglichst griechisch zu beschmucken.Seitdem sind viele Jahre vergangen. Der Traum der Rueckkehr in die Heimat ist auch heute noch fuer viele ein Traum. Die Gruendung von Familien, berufliche Pflichten, die Integration und das Fortkommen der Kinder in den Schulen, die Anpassung an die hiesigen Lebensgewohnheiten, die Begruendung von Freundschaften aber auch von familiaeren Bindungen zu deutschen Mitbuergern, (z.B. ueber gemischtnationalen Ehen), sowie die fuer Viele schwierigen Rueckkehrbedingungen nach Griechenland sind die wichtigsten Gruende hierfuer. Heute leben in Neu-Isenburg aber auch in vielen anderen Teilen Deutschlands Griechen der zweiten und dritten Generation.Sie konnten sich recht schnell und ohne groessere Probleme in Deutschland integrieren. Aus den damaligen Wirtschaftseinwanderern ist heute ein fester Bestandteil der deutschen Gesellschaft geworden. Seit nunmehr vielen Jahren sind aus den damals noch beruflich zum Teil wenig qualifizierten Menschen hervorragende Profis geworden, die sehr aktiv an Wirtschaftsgeschehen teilnehmen und dieses mitgestalten.Damals, also vor 40-50 Jahren, waren die Probleme einwandertypisch und relativ ueberschaubar. Heute stehen (andere Aspekte im Vordergrund), also Fragen der Schulbildung, der beruflichen Qualifikation, der medizinischen Versorgung und der Alterssicherung, sprich Rente. Probleme, die keineswegs rein griechisch sind sondern auch die Deutschen im gleichen Ausmass betreffen. Bei der Bewaeltigung dieser Probleme nimmt die Griechische Gemeinde auch heute eine insbesondere beratende Rolle ein. Einen wesentlichen Beitrag spielt sie jedoch auch bei der Bewahrung der griechischen Sprache sowie der Darstellung und oeffentlichen Darbietung der griechischen Traditionen. Ein weiterer wesentlicher Zweck war und ist (selbstverstaendlich) auch weiterhin die Aufnahme und Pflege zu den Deutschen aber auch zu den griechischen Behoerden, worueber wir sehr stolz sind.In diesem Sinne hat sich die Gruendung der griechischen Gemeinden fuer uns Einwanderer als eine "goldene Loesung" fuer alle erwiesen.Heute ist das griechisches Haus, naemlich die Griechische Gemeinde Neu-Isenburg, seit Jahren im Haus der Vereine, Offenbacherstr. 35 untergebracht.Hier moechte ich mich im Namen der gesamten Griechischen Familie bei allen Vertretern der Neu-Isenburger Institutionen fuer die hervorragende Zusammenarbeit bedanken, die wir bisher gehabt und auch in Zukunft weiterhin haben werden.
Nikolaos Michos
(1. Vorsitzender)
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